Viagra - eine Bilanz

2. September 2008 | Von admin | Kategorie: Viagra

Als 1998 die US-amerikanische Firma Pfizer ein Medikament namens Viagra auf den Markt brachte, waren die Reaktionen enorm. Die angebliche Wunderpille versprach ewige Potenz für jeden Mann, egal wie alt. Zwar gibt es Männer, die völlig gesund sind und Viagra nur nehmen, um sich und ihrem Partner bzw. ihrer Partnerin einen besonderen Abend zu gönnen, aber für viele war Viagra DIE Hoffnung. Denn erektile Dysfunktion ist kein Leiden wie jeder andere chronische Krankheit, es beieinträchtigt die Lebensqualität in einem unglaublichen Ausmaß und führt oftmals zu psychischen Problemen.
Doch ist die kleine blaue Pille tatsächlich der ewige -erotische- Jungbrunnen für alle Männer? Halten wir uns an die Fakten: Viagra kann nur wirken, wenn der Mann auch tatsächlich sexuell erregt ist, psychische Probleme können damit also nicht behandelt werden. Außerdem gibt es gefährliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Und genau das ist der Knackpunkt. Denn von erektiler Dysfunktion sind vorallem ältere Männer betroffen und in dieser Altersgruppe treten die größten Risiken auf.
Hier 2 Beispiele: Bei der gleichzeitigen Einnahme von Viagra und nitrathaltigen Medikamenten (wie z.B. das von vielen älteren Menschen benutzte Nitrolingual-Spray) droht ein lebensbedrohlicher Blutdruckabfall. Und bei Patienten mit einer koronaren Herzkrankhei kann die Beanspruchung des Kreislaufs durch den Geschlechtsverkehr riskant hoch sein.
Unter diesem Gesichtpunkt erscheint Viagra wohl doch nicht als die Wunderpille für jedermann. Dennoch gibt es sehr viele Männer, denen mit Hilfe der “kleinen Blauen” ungemein geholfen werden kann. Sofern sie den Mut aufbringen, offen über ihr Problem zu reden. Man(n) muss sich eben trauen.

Pexydral
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